Drei Stadien der Christen

kurzandacht2_thumb[1]Zunächst möchte ich sagen, dass es im Folgenden nicht darum geht, zu urteilen und Personengruppen, die in der Bibel genannt sind, auf mir bekannte Leute anzuwenden. Das steht nur Gott und der angesprochenen Person zu. Ich fand allerdings die Diskussion über die verschiedenen Reifegrade gestern im BLK interessant und ich möchte daher ein paar Verse aus dem 1. Johannesbrief vorstellen. Dort werden drei Gruppen unterschieden:

1. Die Kinder im Glauben
Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen (1. Johannes 2,12).
Kind im Glauben ist derjenige, der an den Herrn Jesus glaubt (Johannes 1,12). Wenn Du deine Sünden bereut und bekannt hast und Jesus ehrlich um Vergebung gebeten hast, dann darfst Du wissen, dass er für dich am Kreuz gestorben ist. Wenn Du auf ihn vertraust, kommt es zu einer geistlichen Neugeburt: Gott gibt dir seinen Geist bzw. den Geist Jesu. Durch diesen Geist gehörst Du zu seiner Familie.
Es ist gut, sich immer wieder daran zu erinnern, dass uns unsere Sünden vergeben sind, wenn wir ehrlich Buße getan und unser Leben auf Jesus ausgerichtet haben.
Später schreibt Johannes, dass die Kinder ihren Vater erkannt haben. Wer in die Lebensgemeinschaft mit Jesus kommt, erkennt Gott und bekommt das ewige Leben (Johannes 17,3).

2. Die Erwachsenen im Glauben
Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannt habt, der von Anfang an ist (1. Johannes 2,13).
Die Väter haben an geistlicher Erkenntnis zugenommen. Sie haben nicht nur Jesus als ihren Vater kennengelernt (wie die Kinder), sondern erkennen ihn als den, der von Anfang an ist. Sie wissen über Gottes Plan und sein ewiges Wirken Bescheid und haben sein Wesen tiefer kennen gelernt.
Doch auch die Väter, die Erwachsenen im Glauben, brauchen Zuspruch. Johannes schreibt zweimal (siehe auch Vers 14), dass die Väter den Herrn Jesus als denjenigen erkannt haben, der von Anfang an besteht (sie-he 1. Johannes 1,1ff.). Und hier ist ein Problem, was sich viele nicht trauen anzusprechen: Auch wenn man den Herrn Jesus näher kennen lernt, kann es zu Zweifeln und Ängsten kommen. Und deshalb brauchen auch reife Gläubige Zuspruch. Gott gibt diesen Zuspruch in seinem Wort.

3. Die Jugendlichen im Glauben
Ich habe euch, Jünglinge, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt. Liebt nicht die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm; denn alles, was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Lust der Au-gen und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern ist von der Welt. Und die Welt vergeht und ihre Lust; wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit (1. Johannes 2,14-17).
Ich finde es toll, dass Gott sich besonders viel Zeit für die Jugendlichen im Glauben nimmt. In Vers 13 spricht Johannes sie das erste Mal an, danach in Vers 14 noch einmal. Natürlich gelten die Verse 15ff. für alle Gläubigen, nicht nur für die Jugendlichen im Glauben. Aber es ist doch erstaunlich, dass Gott uns die Verse direkt im Zusammenhang mit den Jugendlichen im Glauben benennt.
Jugendlicher im Glauben bist Du, wenn Du den Bösen überwunden hast. Satan bestimmt nicht mehr dein Leben. Du bist nicht sündlos, aber Gott ist dein Herr und Du versuchst, dein Leben nach seinem Willen zu leben.
Johannes ermutigt die Jugendlichen im Glauben: Sie sind stark und Gottes Wort bleibt in ihnen. Ist das nicht schön, dass, wenn Gott der Herr in unserem Leben ist, Gott beständig mit uns Gemeinschaft haben will?
Eine Warnung für alle, besonders aber für die Jugendlichen im Glauben, gibt es dennoch: Liebe nicht die Welt, d.h. den Geist der Welt. Die Lust des Egos, der alten Natur, die Begier-de (der Augen) und ein arroganter, hochmütiger Lebensstil sind Zeichen dieser Weltlichkeit. Diese Lüste sollen uns nicht bestimmen. Am Herrn Jesus dürfen wir allerdings Lust haben:
Habe deine Lust am Herrn, er wird dir geben, was dein Herz wünscht (Psalm 37,4).

<< PDF Herunterladen >>