Dienstanweisung für einen Unterteufel

Die Einflüsse von bösen Mächten auf die Menschen sind das Thema in diesem unterhaltsam geschriebenen Buch.
In einem fiktiven Briefwechsel wird der Austausch zwischen einem Oberteufel und einem Unterteufel dargestellt.
Die angesprochenen Themen geben einen interessanten und tiefgreifenden Einblick, wie der Teufel in das Leben der Menschen eingreift.

 

 

HIER ein Blick ins Buch (Im neuen Fenster, Links auf das Bild klicken).

Es gibt zwei Irrtümer über die Teufel, in die das Menschengeschlecht leicht verfällt.
Sie widersprechen sich und haben doch dieselbe Auswirkung. Der eine ist, ihre Existenz überhaupt zu leugnen.
Der andere besteht darin, an sie zu glauben und sich in übermäßiger und ungesunder Weise mit ihnen zu beschäftigen.
(Zitat aus Vorwort von C.S. Lewis – Dienstanweisung für einen Unterteufel)

In dem Buch ist der Mensch das “Objekt”, dass von Gott ferngehalten werden soll.
Wenn man von der Existenz von Dämonen ausgeht, bietet die Lektüre durchaus Erklärungen für unser Verhalten in bestimmten Situationen.
Es beurteilt unsere Gedanken und die Gründe, warum es manchmal so schwer fällt, die Existenz und das (biblische) Wesen Gottes zu akzeptieren.

 

Folgend habe ich die Themen der Briefe als grobe Übersicht in Stichpunkten festgehalten. Es sind die Aussagen der / des Protagonisten, wie man den Mensch von Gott fernhalten kann:

  • Keine festen Überzeugungen aufkommen lassen: Lieber alles relativ sehen (Weltanschauungen, Philosophien, etc.)
  • Leben im “Alltag” ohne großartig über andere Dinge nachzudenken
  • Den Glauben von den Menschen abhängig machen, die ihn teilen: Unbeliebte Nachbarn im Gottesdienst, etc.
  • Streit in Familie aufkommen lassen, um von Glauben wegzuführen
  • Abhalten von Gebet durch Müdigkeit, Unlust oder Gewohnheiten
  • Zukunftsängste hochstilisieren, sodass keine Gedanken für Gott bleiben: Unsicherheiten, Ängste schüren
  • Nicht als Dämonen zu erkennen geben: Hölle und Teufel ins Lächerliche ziehen
  • Lüste als Lockmittel, um von Gott wegzulocken: Alkohol, etc.
  • Nichtchristliche Bekanntschaften und Freunde ausnutzen, um vom Glauben wegzuziehen: Führen von Doppelleben
  • Den Menschen leicht religiös, aber nicht wirklich an Gott gläubig halten
  • Den Menschen von wirklicher innerer tiefer Freude abhalten, wie er sie bei Gott erfährt
  • Nicht zulassen, dass der Mensch seine eigenen Situation erkennt und dadurch demütig wird
  • Liebe zu sich selbst stärken
  • Leben in der Zukunft: Falsche Hoffnungen wecken
  • Die Predigten in der Kirche verwässern und Uneinigkeit im christlichen Jargon schüren
  • Lenken der Aufmerksamkeit auf unwichtige Dinge
  • Die wahre Bedeutung der Ehe zur rein körperlichen Vereinigung herabsetzen
  • Glauben lassen, dass die Liebe nur das Gefühl des Verliebtseins ist
  • Ideale der Lebenspartnervorstellungen auf Äußerlichkeiten legen: Den Charakter nicht als wertvoll erachten
  • Gefühl aufrecht erhalten, als verfüge man über die Lebenszeit
  • Verfälschung und Unterwanderung der Bibel durch vermeidlich geschichtliche Fakten: Historischer Jesus
  • Hochmütig werden lassen und seine Schwächen nicht akzeptieren
  • Menschen im Strom und den Ansichten der Zeit schwimmen lassen
  • Beziehungen fördern, die nicht auf christlicher Nächstenliebe beruhen, sondern auf selbstsüchtiger Liebe
  • Weltlichkeit und Gesinnung auf das “Jetzt” fördern: Wenn es ihm gut geht, braucht er keinen Gott
  • Angst vor dem Tod fördern: Feigling werden und kein Gottvertrauen aufkommen lassen
  • Hass gegen Andere schüren
  • Müdigkeit im Glauben begünstigen: Keine Energie und keine Brennen für das Evangelium

Einen gute Zusammenfassung des oben Genannten findet sich in folgendem Video:

(Hedonismus: von altgriechisch ἡδονή, hēdonḗ, „Freude, Vergnügen, Lust, Genuss, sinnliche Begierde“)

TeufelchenSogar Jesus wurde von Luzifer versucht, jedoch ohne Erfolg.
Eine der wesentlichsten Gefahren hierbei ist, die Existenz von bösen Mächten zu leugnen und alles auf unglückliche Umstände oder die “menschliche Natur” (siehe Evolution: Mensch = Tier) zu schieben.
Es fällt ja auch schwer an einen kleinen niedlichen Teufel mit Dreizack zu glauben.
Nur wenn Luzifer eines nicht ist, dann eine solche blasphemische Figur.
Er war einer der höchsten Engel:

Du warst ein schirmender, gesalbter Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berge, du wandeltest inmitten feuriger Steine. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tage an, da du geschaffen worden, bis Unrecht an dir gefunden wurde.
(Zitat: Hesekiel, Kapitel 28, Vers 14 – 15)

Das bedeutet, dass man (sofern man der Bibel vertrauen schenkt) von einem mächtigen Wesen ausgehen muss, dass hier auf dieser Erde einen erheblichen Einfluss auf die Kulturen, Menschen und Gedanken hat.
Des Weiteren sollte man bei der Bewertung dieses Themas im Hinterkopf haben, dass es durchaus (okkulte) Dinge gibt, die nicht rational erklärt werden können.

Bei den unten aufgeführten Links, findest du eine Dokumentation über den Autor C.S. Lewis, die Entstehung und den Inhalt des Buches:
(Jedoch sind manche Aussagen im Video mit Vorbehalt zu betrachten)

Teil 1
http://www.erf.de/fernsehen/mediathek/dokumentationen/dein-dich-liebender-oheim-screwtape-1/4932-162

Teil 2
http://www.erf.de/fernsehen/mediathek/dokumentationen/dein-dich-liebender-oheim-screwtape-2/4932-163